Montag, 29. Januar 2007
Wer tut mir gut?
In den Zeiten, in denen ich mich schlecht fühle, einsam und kaum aus dem Loch finde, überlege ich mir, wer mir gut tut. Das können meine besten Freunde sein, aber auch Bekanntschaften, von denen ich lange nichts mehr gehört habe.

Dank Internet und E-Mail ist es heute ein leichtes, Kontakte wieder aufzufrischen. Als «Opfer», die ich anschreibe, suche ich mir oft, aber nicht nur, Menschen mit einer positiven Ausstrahlung aus.

Der Aufwand dafür lohnt sich, auch wenn nicht Jede und Jeder auf mich gewartet hat. So meldet sich dann plötzlich wieder jemand gerade dann, wenn ich am wenigsten damit gerechnet habe. Die Freude ist dann umso grösser.

Übrigens, was mir in bierseligen Zeiten oft ein Greuel war, ein gemeinsames Mittagessen, macht mir – dank wiedergefundenem Appetit – wieder grossen Spass. Wetten, dass sich auch über Deinen Anruf jemand freut? Manchmal muss ich lange überlegen, wer das sein könnte. Meistens suche ich ganze einfach auch zu weit. Und: Keine falschen Hemmungen, die Angesprochene oder der Vielbeschäftigte kann höchstens Nein sagen. Fast immer kontern sie aber mit einer Gegeneinladung oder einem Gegenvorschlag, einer Postkarte, einem Gruss über gemeinsame Bekannte oder was auch immer. Zu verlieren gibt es da nichts.

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Am Tag, an dem ich diesen Beitrag schrieb (29. Januar), habe ich tatsächlich so einige SMS und E-Mail verschickt. Die Antworten kamen (Quote über 50%), teilweise erst spät, aber immerhin.

Wahnsinnig gefreut hat mich, dass sich am Tag darauf (30. Januar) jemand gemeldet hat, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte. Die Freude auf das bevorstehende Essen ist so grad noch einmal grösser.

Also: «Kommunikationsattacken» verfehlen ihre Wirkung nicht. Das Resultat schaut nur anders aus, als man sich das so ausmalt.

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