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Montag, 10. März 2008
Geadelt
stoe, 10:46h
Gestern habe ich diesen Blog in der Liste best-websites-online.com in der Rubrik blogs-deutschland.html gefunden.
Welche Ehre!
Euch allen viel Erfolg
Stoe
Welche Ehre!
Euch allen viel Erfolg
Stoe
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Montag, 26. November 2007
Urlaub vor dem Urlaub
stoe, 21:53h
Bevor ich für längere Zeit verreise, hat sich für mich so eine Art Urlaub vor dem Urlaub ergeben. Wenig Aufträge, etwas ausgepumpt von einem intensiven Jahr, habe ich mich zurückgezogen.
Dabei ist mir einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig dieser Luxus ist, den ich mir immer wieder gönne: Ich nehme mir unendlich viel Zeit zum Nachdenken. Hätte ich diese Zeit in mein Geschäft investiert, hätte ich bestimmt mehr Geld verdient. Meine Grübeleien standen mir teilweise (auf den Beruf bezogen) etwas im Weg. Diesen Luxus werde ich mir weiterhin leisten, mit noch grösserer Überzeugung als je zuvor.
Dem Schreiben kommt vor diesem Aspekt eine sehr wichtige Bedeutung zu. Indem ich meine Grübeleien in Worte fasse, kommt mir nicht (oder weniger) die Idee, ich könnte meine Zeit nutzlos verplempert haben.
Dabei ist mir einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig dieser Luxus ist, den ich mir immer wieder gönne: Ich nehme mir unendlich viel Zeit zum Nachdenken. Hätte ich diese Zeit in mein Geschäft investiert, hätte ich bestimmt mehr Geld verdient. Meine Grübeleien standen mir teilweise (auf den Beruf bezogen) etwas im Weg. Diesen Luxus werde ich mir weiterhin leisten, mit noch grösserer Überzeugung als je zuvor.
Dem Schreiben kommt vor diesem Aspekt eine sehr wichtige Bedeutung zu. Indem ich meine Grübeleien in Worte fasse, kommt mir nicht (oder weniger) die Idee, ich könnte meine Zeit nutzlos verplempert haben.
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Das eine Prozent
stoe, 13:39h
Je länger mein Blog seinen Titel trägt, desto treffender scheint er mir. Die Frage mit dem einen Prozent ist noch immer offen. Der Schwur, der den absoluten Willen zu ewiger Trockenheit bestätigt, ist noch immer nicht geleistet. Das Erlebnis des ganz tiefen Falls fehlt mir (zum Glück!) dafür.
Das eine Prozent sind bei mir Gedanken, die Ausnahmen zulassen. Die hundert Prozent Ehrlichkeit, die ich von mir verlange, haben das Gewicht des einen Prozents bisher relativieren können. Auf die Dauer muss ich mir da aber etwas einfallen lassen. Es wird irgendwann eine neue Überzeugung her. Je länger alles gut geht, desto schmaler wird der Grat. Die Gefahr, arrogant zu werden (habe alles im Griff) droht mir nicht in den nächsten paar Wochen, die wird in ein paar Jahren gefährlich. Dafür will ich mich wappnen.
Das eine Prozent sind bei mir Gedanken, die Ausnahmen zulassen. Die hundert Prozent Ehrlichkeit, die ich von mir verlange, haben das Gewicht des einen Prozents bisher relativieren können. Auf die Dauer muss ich mir da aber etwas einfallen lassen. Es wird irgendwann eine neue Überzeugung her. Je länger alles gut geht, desto schmaler wird der Grat. Die Gefahr, arrogant zu werden (habe alles im Griff) droht mir nicht in den nächsten paar Wochen, die wird in ein paar Jahren gefährlich. Dafür will ich mich wappnen.
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Sonntag, 25. November 2007
Trocken oder nüchtern?
stoe, 18:06h
Heute lebe ich den Zustand der Nüchternheit. Das Trockenbleiben ist für mich schon lange kein Kampf mehr. Überhaupt waren die schwierigen Momente in meinem Fall selten. Wie bewahre ich mir diese aufmerksame Gelassenheit? Jetzt ist das einfach, weil ich immer noch im Schwebezustand durchs Leben rausche. Der Erfolg ist auf mehreren Ebenen da, er wird sich irgendwann relativieren.
Was ich heute als Erfolg geniesse, wird irgendwann normal. Einer wie ich hat nie genug. Irgendwann werde ich wieder mit irgend einer grossartigen Idee scheitern. Muss ich ein allfälliges Scheitern jederzeit in Kauf nehmen, ihm gelassen entgegenblicken? Oder darf ich den Gedanken daran gar nicht erst aufkommen lassen? Bezogen auf den Alkoholismus stelle ich mir die gleiche, philosophische Frage seit über einem Jahr: Muss ich für einen allfälligen Rückfall eine Strategie entwickeln oder verbiete ich mir den Gedanken daran?
Was ich heute als Erfolg geniesse, wird irgendwann normal. Einer wie ich hat nie genug. Irgendwann werde ich wieder mit irgend einer grossartigen Idee scheitern. Muss ich ein allfälliges Scheitern jederzeit in Kauf nehmen, ihm gelassen entgegenblicken? Oder darf ich den Gedanken daran gar nicht erst aufkommen lassen? Bezogen auf den Alkoholismus stelle ich mir die gleiche, philosophische Frage seit über einem Jahr: Muss ich für einen allfälligen Rückfall eine Strategie entwickeln oder verbiete ich mir den Gedanken daran?
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Samstag, 24. November 2007
Lieber Hanif
stoe, 19:29h
Mit Deiner Buchempfehlung hast Du mir ja was eingebrockt! Das geht so in Richtung Erleuchtung. Von Herhaus’ Sprachgewalt bin ich beeindruckt. Wer wäre es nicht?
Vor allem aber habe ich mich in Vielem wiedererkannt. Das war keine Überraschung, damit rechnete ich, als ich das Buch in die Hand nahm. Gefreut – und manchmal erschreckt – hat mich, wie weit das ging. Viele meiner gesammelten Erkenntnisse treffen mich, in neuen Worten, noch einmal. Nicht zuletzt habe ich begriffen, dass ich ein paar Dinge richtig erfühlt habe, in ihrer Konsequenz waren sie mir nicht vollumfänglich bewusst.
So dachte ich schon länger, dass das Trockensein nicht der Idealzustand ist. Herhaus benennt das ganz einfach mit Nüchternheit.*** Ich werde vorläufig diesen Begriff für mich verwenden, will mir aber noch bewusster machen, was er für mich bedeutet.
Gewissen Widersprüchen (die mich schon lange beschäftigen) bin ich näher auf die Spur gekommen, aber es bleibt noch einiges, das ich begreifen möchte. Konsequenz und Lockerheit, Starrsinnigkeit im positiven Sinn gegen übertriebenen Eigensinn sind so Stichworte.
An einem Satz werde ich noch lange kauen:
«Nichts stösst so ab wie einer, der nur geben will, aber nicht nehmen kann.»
*** «Trocken ist ein Süchtiger, der feststellt, dass er sein Suchtmittel absetzen kann, indem er kapituliert. Und nüchtern ist, wer nüchtern bleibt.»
Vor allem aber habe ich mich in Vielem wiedererkannt. Das war keine Überraschung, damit rechnete ich, als ich das Buch in die Hand nahm. Gefreut – und manchmal erschreckt – hat mich, wie weit das ging. Viele meiner gesammelten Erkenntnisse treffen mich, in neuen Worten, noch einmal. Nicht zuletzt habe ich begriffen, dass ich ein paar Dinge richtig erfühlt habe, in ihrer Konsequenz waren sie mir nicht vollumfänglich bewusst.
So dachte ich schon länger, dass das Trockensein nicht der Idealzustand ist. Herhaus benennt das ganz einfach mit Nüchternheit.*** Ich werde vorläufig diesen Begriff für mich verwenden, will mir aber noch bewusster machen, was er für mich bedeutet.
Gewissen Widersprüchen (die mich schon lange beschäftigen) bin ich näher auf die Spur gekommen, aber es bleibt noch einiges, das ich begreifen möchte. Konsequenz und Lockerheit, Starrsinnigkeit im positiven Sinn gegen übertriebenen Eigensinn sind so Stichworte.
An einem Satz werde ich noch lange kauen:
«Nichts stösst so ab wie einer, der nur geben will, aber nicht nehmen kann.»
*** «Trocken ist ein Süchtiger, der feststellt, dass er sein Suchtmittel absetzen kann, indem er kapituliert. Und nüchtern ist, wer nüchtern bleibt.»
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Wahr, aber traurig
stoe, 01:33h
«Ein Burn-Out», sagt Max. Das sein keine fixe Idee von ihm, das habe der Arzt diagnostiziert. Wie soll jemand mit einem gut bezahlten Routinejob, alle erdenklichen Freiheiten geniessend, in ein Burn-Out schlittern? Jemand, der keine (anstrengende) Familie hat? Jemand, der überall mit Leichtigkeit einen Gesprächspartner findet? Gut, vielleicht fehlen ihm wirklich gute Freunde. Als er mich kürzlich versetzte, hatte er stark daran zu kauen, dass ich ihm, verletzt, die kalte Schulter zeigte.
«Alkohol», höre ich mich sagen. «Versuchs doch Mal ohne Alkohol.» Staubtrocken kommt das, als ob ein anderer sprechen würde. Ich staune über mich selbst. Was masse ich mir da an, einer Ein-Wort-Diagnose mit einer Diagnose in einem Wort zu begegnen! Wir wechselten umgehend das Thema.
Die Vermutung «Burn-Out» wird für den Arzt zur Gewissheit. Nicht für Max, der zweifelt. Nicht ohne Stolz bemerkt er, dass er seit ein paar Tagen auf sein Feierabendbier verzichte. Nützts nichts, so schadets wenigstens nicht. «Ach, die paar Bierchen können Ihnen nicht schaden», das wisse er, entgegnet der Arzt. Er selber entspanne sich abends auch gerne bei ein paar kühlen Blonden. Max sei ihm übrigens auch schon aufgefallen, im Central: «Gehen Sie dort nicht mehr hin?»
Das Central sei eigentlich sein Stammlokal, er möge die Menschen dort gut leiden. Die riesige Auswahl an offenen Bieren aus aller Welt erscheine ihm im Moment aber etwas gar einseitig. Für Kaffe und Mineral bevorzuge er das Café Maxim. «Schauen Sie wieder einmal rein im Central, dort können wir mal über etwas anderes plaudern und zusammen anstossen», schlägt der Arzt vor.
Na dann, Prost!
«Alkohol», höre ich mich sagen. «Versuchs doch Mal ohne Alkohol.» Staubtrocken kommt das, als ob ein anderer sprechen würde. Ich staune über mich selbst. Was masse ich mir da an, einer Ein-Wort-Diagnose mit einer Diagnose in einem Wort zu begegnen! Wir wechselten umgehend das Thema.
Die Vermutung «Burn-Out» wird für den Arzt zur Gewissheit. Nicht für Max, der zweifelt. Nicht ohne Stolz bemerkt er, dass er seit ein paar Tagen auf sein Feierabendbier verzichte. Nützts nichts, so schadets wenigstens nicht. «Ach, die paar Bierchen können Ihnen nicht schaden», das wisse er, entgegnet der Arzt. Er selber entspanne sich abends auch gerne bei ein paar kühlen Blonden. Max sei ihm übrigens auch schon aufgefallen, im Central: «Gehen Sie dort nicht mehr hin?»
Das Central sei eigentlich sein Stammlokal, er möge die Menschen dort gut leiden. Die riesige Auswahl an offenen Bieren aus aller Welt erscheine ihm im Moment aber etwas gar einseitig. Für Kaffe und Mineral bevorzuge er das Café Maxim. «Schauen Sie wieder einmal rein im Central, dort können wir mal über etwas anderes plaudern und zusammen anstossen», schlägt der Arzt vor.
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Freitag, 23. November 2007
Individualist ja, Egoist nein
stoe, 20:28h
Als ausgesprochener (wenn auch geselliger) Individualist, habe ich mich immer als Egoisten eingeschätzt. Irrtum! Dass ich meine Bedürfnisse auslebe, hat eine egoistische Komponente, das schon. Aber sie richtet sich nicht gegen andere. Je besser es mir selber geht, desto besser kann ich auf andere eingehen.
Das geht mittlerweile so weit, dass ich einen Hang zur Fürsorglichkeit unterdrücken muss. Dass ich nicht als Pseudo-Psychologe daher kommen will, habe ich hier schon einmal geschrieben. Das gilt noch immer. Nur weil ich für mich ein paar Dinge entdeckt habe, heisst das ja nicht, dass ich besser weiss, wie das Leben funktioniert als andere. Pfarrer werden kann ich ja in meinem nächsten Leben noch!
So, genug gespottet: Wichtig und ausgesprochen bereichernd finde ich, dass ich auf andere wirklich eingehen kann. Das möchte ich für mich noch etwas tiefer entdecken, muss mir schliesslich noch Ziele bewahren. Vielleicht klappt’s dann auch wieder einmal mit einer schönen, lange dauernden Liebesbeziehung. In letzter Zeit war ich mit meinem überschäumenden Optimismus ein wenig zu offensiv. Hm . . .
Das geht mittlerweile so weit, dass ich einen Hang zur Fürsorglichkeit unterdrücken muss. Dass ich nicht als Pseudo-Psychologe daher kommen will, habe ich hier schon einmal geschrieben. Das gilt noch immer. Nur weil ich für mich ein paar Dinge entdeckt habe, heisst das ja nicht, dass ich besser weiss, wie das Leben funktioniert als andere. Pfarrer werden kann ich ja in meinem nächsten Leben noch!
So, genug gespottet: Wichtig und ausgesprochen bereichernd finde ich, dass ich auf andere wirklich eingehen kann. Das möchte ich für mich noch etwas tiefer entdecken, muss mir schliesslich noch Ziele bewahren. Vielleicht klappt’s dann auch wieder einmal mit einer schönen, lange dauernden Liebesbeziehung. In letzter Zeit war ich mit meinem überschäumenden Optimismus ein wenig zu offensiv. Hm . . .
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Sich pflegen
stoe, 11:57h
Damit ist nicht nur, aber auch die Körperpflege gemeint. Für mich gehört der Sport dazu. Der Stolz auf ein paar Müskelchen, die sich durch das regelmässige Schwimmen gebildet haben. Das tut gut! Das hebt das Selbstwertgefühl.
Womit ich ich mich immer noch schwer tue: Dresscodes. Wenn rund um mich herum alle Anzug und Krawatte tragen, verweigere ich mich. Ich komme nicht in Lumpen, grenze mich aber sichtbar ab.
Langsam sickert bei mir rein, warum Menschen freiwillig diese Uniformen tragen. Nur, die meisten, die sie tragen, wissen nicht, warum sie das tun! Sie fühlen sich ganz einfach wohler, wenn sie nicht auffallen. Je älter ich werde, desto mehr gilt das auch für mich. Aber Krawatte, nein, so weit bin ich noch nicht!
Womit ich ich mich immer noch schwer tue: Dresscodes. Wenn rund um mich herum alle Anzug und Krawatte tragen, verweigere ich mich. Ich komme nicht in Lumpen, grenze mich aber sichtbar ab.
Langsam sickert bei mir rein, warum Menschen freiwillig diese Uniformen tragen. Nur, die meisten, die sie tragen, wissen nicht, warum sie das tun! Sie fühlen sich ganz einfach wohler, wenn sie nicht auffallen. Je älter ich werde, desto mehr gilt das auch für mich. Aber Krawatte, nein, so weit bin ich noch nicht!
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Mittwoch, 21. November 2007
Gar nichts tun
stoe, 17:27h
Auch das wieder eine platte Weisheit. Faulenzen darf man nicht nur, man muss!
In dieser Deutlichkeit war mir das nie bewusst. Das gehört in die Kategorie: Etwas für sich tun. Und das wiederum hat eine Verbindung mit dem Selbstvertrauen.
In dieser Deutlichkeit war mir das nie bewusst. Das gehört in die Kategorie: Etwas für sich tun. Und das wiederum hat eine Verbindung mit dem Selbstvertrauen.
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Dienstag, 20. November 2007
Bedürfnisse ausleben
stoe, 17:22h
Vieles, das wir gerne tun möchten, setzen wir nicht um. Irgendwelche ungeschriebenen Gesetze oder verinnerlichte, fremde Massstäbe hindern uns daran. Oft fragen wir uns gar nicht aktiv nach unseren Bedürfnissen.
Selber ist mir Bewegung ein grosses Anliegen. Dies nicht nur im Bezug auf Sport. Mir ist am wohlsten, wenn ich immer wieder meine Umgebung wechseln kann. Nun habe ich ausprobiert, wie denn das so wäre, wenn ich zwei Wohnungen hätte. Der mehrwöchige Versuch hat sich mehr als nur bewährt.
Nun lebe ich über den Winter in zwei Welten. Einer eher einsamen Welt, in einer ausgesprochen schönen, sonnigen Region. Und in einer geselligen Welt, wo ich aufgewachsen bin. Dort, wo meine Freunde leben und wo meine Kunden tätig sind. In der einen Wohnung profitiere ich von einer ausgesprochen günstigen Saisonmiete (keine Touristen um diese Jahreszeit). Die andere teile ich mit einem Jugendfreund.
Was ich damit sagen will: Man muss zuerst einmal darauf kommen, welche Lebensart einem am besten entspricht. Fester Wohnsitz, alleine wohnen: Ist das wirklich, was mir zusagt? Und dann stellt sich fast immer die Frage: kann ich es mir leisten, so zu leben, wie es mir entspricht. Hinderlich sein können gesellschaftliche, aber auch praktische Zwänge. Nur: Sind unsere fixen Vorstellungen zu Recht so unverrückbar? In meinem Fall sind sie es zum Glück nicht.
Die geografische Distanz – zu meinen Freunden und zu meinen Kunden – hindert mich nicht daran, die Hälfte der Woche weit weg von zu Hause zu verbringen. Denkbarrieren beseitigen wirkt ungemein befreiend. Ein bisschen Planung und es funktioniert! Auch ohne Auto. Das viele Geld für die Karre gebe ich lieber anderswo aus. Für gutes Essen etwa. Eine Ferienwohnung in einem schönen Ort ist doch auch ein Statussymbol, oder? Oder wie viel Besuch reist extra weit an, um Dein Auto zu sehen und drin zu schlafen?
Selber ist mir Bewegung ein grosses Anliegen. Dies nicht nur im Bezug auf Sport. Mir ist am wohlsten, wenn ich immer wieder meine Umgebung wechseln kann. Nun habe ich ausprobiert, wie denn das so wäre, wenn ich zwei Wohnungen hätte. Der mehrwöchige Versuch hat sich mehr als nur bewährt.
Nun lebe ich über den Winter in zwei Welten. Einer eher einsamen Welt, in einer ausgesprochen schönen, sonnigen Region. Und in einer geselligen Welt, wo ich aufgewachsen bin. Dort, wo meine Freunde leben und wo meine Kunden tätig sind. In der einen Wohnung profitiere ich von einer ausgesprochen günstigen Saisonmiete (keine Touristen um diese Jahreszeit). Die andere teile ich mit einem Jugendfreund.
Was ich damit sagen will: Man muss zuerst einmal darauf kommen, welche Lebensart einem am besten entspricht. Fester Wohnsitz, alleine wohnen: Ist das wirklich, was mir zusagt? Und dann stellt sich fast immer die Frage: kann ich es mir leisten, so zu leben, wie es mir entspricht. Hinderlich sein können gesellschaftliche, aber auch praktische Zwänge. Nur: Sind unsere fixen Vorstellungen zu Recht so unverrückbar? In meinem Fall sind sie es zum Glück nicht.
Die geografische Distanz – zu meinen Freunden und zu meinen Kunden – hindert mich nicht daran, die Hälfte der Woche weit weg von zu Hause zu verbringen. Denkbarrieren beseitigen wirkt ungemein befreiend. Ein bisschen Planung und es funktioniert! Auch ohne Auto. Das viele Geld für die Karre gebe ich lieber anderswo aus. Für gutes Essen etwa. Eine Ferienwohnung in einem schönen Ort ist doch auch ein Statussymbol, oder? Oder wie viel Besuch reist extra weit an, um Dein Auto zu sehen und drin zu schlafen?
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